Benutzeranmeldung
Trauma und psychosoziale Dimension der Friedensarbeit
Trauma erkennen und mit traumatisierten Menschen arbeiten
Mi. 24. August 2011 bis Do. 25. August 2011
Krieg und Gewalt können bei den betroffenen Menschen ein Trauma auslösen. Zu den Symptomen gehören die eingeschränkte Fähigkeit, soziale Beziehungen einzugehen und Vertrauen aufzubauen, Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit, überhöhte Wachsamkeit und Angst. Menschen reagieren jedoch abhängig vom sozialen Hintergrund und Kontext unterschiedlich, und nicht immer führt die Gewalterfahrung zu einem Trauma. Das macht es besonders schwierig, traumatische Prozesse in Post-Konflikt-Szenarien richtig zu verstehen und einen angemessenen Umgang damit zu finden.
Traumata werden oft ignoriert oder die Symptome als fehlende Motivation oder „kulturelle Eigenheit“ verkannt. Für die praktische Friedensarbeit ist es jedoch ebenso wenig hilfreich, das Phänomen „Trauma“ undifferenziert auf ganze Bevölkerungsgruppen anzuwenden. Für die Fachkräfte kommt das Risiko hinzu, durch den intensiven Umgang mit Betroffenen oder eigene Erfahrungen in Krisengebieten selbst eine Traumatisierung zu erleiden.
Menschen, die mit traumatisierten Personen arbeiten, müssen sich daher der verschiedenen Dimensionen und Dynamiken des individuellen und sozialen traumatischen Prozesses bewusst sein. Als Laien können sie ein Trauma nicht therapeutisch behandeln, sie müssen aber fähig sein, zwischen ihrem möglichen Beitrag zur psychosozialen Erholung und der Notwendigkeit des Einsatzes von Experten zu unterscheiden, um im Arbeitsalltag verantwortungsvoll mit dem Problem umzugehen.
Inhalte
- Aktuelle Debatten über Traumata
- Trauma und Traumaarbeit: Definitionen, Erklärungen und Einschränkungen
- Interventionen von Friedensfachkräften bei der Arbeit mit traumatisierten Personen: Prinzipien einer traumasensiblen Friedensarbeit
- Herstellen von Sicherheit und Abgrenzungen für Friedensarbeiter
- Wie man Hilfe von Experten bekommt
Lernziele
- Sie kennen traumatische Prozesse auf individueller und kollektiver Ebene sowie aktuelle Ansätze der Traumaarbeit in internationaler humanitärer und Friedensarbeit.
- Sie verfügen über Methoden, mit traumatisierten Personen im Rahmen der Friedensarbeit umzugehen, und können die Grenze Ihrer Handlungsmöglichkeiten bestimmen.
- Sie sind sich des „sekundären Traumas“ als Risiko im Umgang mit traumatisierten Personen bewusst.
Trainer/-in
Ihr Ansprechparter für organisatorische Fragen ist
Ihr Ansprechparter für inhaltliche Fragen ist
Ort
Sprachliche Anforderungen
Um an diesem Training teilnehmen und sich angemessen vorbereiten zu können werden sehr gute deutsche Sprachkenntnisse benötigt. Sie müssen sich fließend ausdrücken können und dazu in der Lage sein, längere, anspruchsvolle Texte zu verstehen.
Zielgruppe
Personen mit relevanten praktischen Erfahrungen (insbesondere aus der Arbeit in Krisengebieten oder im Ausland) oder theoretischen Vorkenntnissen.
Dazu gehören bspw. Fachkräfte aus ZFD, EZ und verwandten Bereichen sowie Absolventen oder Studierende thematisch einschlägiger Aufbaustudiengänge.
Teilnahmegebühr (inkl. Mittag- und Abendessen)
Preis:
€ 290.00
Zusätzliche Kosten bei Übernachtung im Tagungshaus (pro Nacht inkl. Frühstück):
€ 55.00
WICHTIGE HINWEISE
Das Training for Peace findet im Rahmen des 9-Wochen-Qualifizierungskurses statt, an dem neun Personen zur Erlangung des Zertifikates "Friedens- und Konfliktberater/in" teilnehmen.
Bei einer Buchung bis zu sechs Wochen vor Trainingsbeginn erhalten Sie unseren Frühbucherrabatt.
Die Akademie vergibt keine Stipendien und kann kein zusätzlichen Rabatte vergeben oder Stipendien anderer Organisationen vermitteln. Teilnehmer, die nicht die volle Trainingsgebühr begleichen können, werden für ein Training nicht berücksichtigt.
Bitte beachten Sie, dass Überweisungen aus dem Ausland bis zu drei Wochen benötigen und u.U. zusätzliche Gebühren zu Ihren Lasten anfallen können.
Stornierungen bedürfen der Schriftform und müssen spätestens 10 Werktage vor Veranstaltungsbeginn eingegangen sein. Ansonsten fallen folgende Gebühren an:
- ab 10 bis 3 Werktage vor Veranstaltungsbeginn: 50 % der Kosten
- ab 3 Werktage vor Veranstaltungsbeginn/bei Nichtteilnahme ohne schriftliche Absage: 100 % der Kosten